Für ein Ferienhaus am Bartholomäberg im Montafon wurden sechs Separatus-Erdwärmesonden mit jeweils 60 Metern Tiefe ausgeführt. Die Gesamtsondenlänge beträgt 360 Meter. Ein Grundwasserstockwerk erforderte einen angepassten Bohrablauf. Separatus übernahm die thermische Simulation und Auslegung, Plankel die Bohrung und den Sondeneinbau. Im Projektbericht vom 22.07.2026 war Geser Erdwärme für den anschliessenden hydraulischen Anschluss vorgesehen.
Warum aus geplanten 53 Metern je Sonde 60 Meter wurden
Das Ferienhaus liegt auf ungefähr 734 Metern Seehöhe. In der ersten Planung waren sechs Erdwärmesonden mit jeweils 53 Metern Tiefe grob kalkuliert. In der Detailplanung überprüfte Separatus die projektspezifischen Randbedingungen mit einer thermischen Simulation.
Dabei erwies sich die zunächst pauschal angesetzte spezifische Entzugsleistung für diesen Standort als eher optimistisch. Unter Berücksichtigung des Klimas und der örtlichen Geologie empfahl das Planungsteam längere Sonden. Ausgeführt wurden sechs Sonden à 60 Meter.
Für die Bauherrschaft bedeutet diese Planung eine konkrete Anpassung des Erdwärmesystems an den Standort. Die Sondenlänge beruht auf der projektspezifischen Auslegung.
Was die Simulation über die Soletemperaturen aussagt
Die im Separatus-Projektbericht beschriebenen thermischen Simulationen lassen für dieses Projekt höhere Soletemperaturen mit Separatus erwarten als mit einer herkömmlichen Doppel-U-Sonde. Als Grund nennt der Bericht die Strömungsverhältnisse: Bei den projektspezifischen Volumenströmen wäre in der Doppel-U-Variante überwiegend laminare Strömung zu erwarten gewesen; für Separatus beschreibt der Bericht unter denselben Randbedingungen günstigere hydraulische Verhältnisse.
Diese Aussage bezieht sich auf den simulierten Vergleich für das Ferienhaus. Konkrete Temperaturdifferenzen oder gemessene Betriebsergebnisse nennt der Projektbericht nicht.
Wie die Bohrungen an das Grundwasserstockwerk angepasst wurden
Plankel brachte zunächst eine Verrohrung mit 160 Millimetern Durchmesser im Spülbohrverfahren ein. Anschliessend wurde innerhalb der Verrohrung auf das Imlochhammerverfahren umgestellt. Mit 132 Millimetern Bohrdurchmesser wurden die Bohrungen bis auf jeweils 60 Meter weitergeführt.
Plankel baute die Separatus-Erdwärmesonden ein und hinterfüllte die Bohrlöcher mit Fischer GeoSolid. Die dokumentierte Ausführung verbindet damit zwei Bohrverfahren für die unterschiedlichen geologischen Bereiche.
Wer welche Projektphase übernimmt
- Thermische Simulation und Auslegung · Beteiligtes Unternehmen: Separatus
- Bohrarbeiten und Sondeneinbau · Beteiligtes Unternehmen: Plankel
- Hydraulischer Anschluss · Beteiligtes Unternehmen: Geser Erdwärme
Nach dem Sondeneinbau war Geser Erdwärme laut Projektbericht vom 22.07.2026 für den Anschluss an das Verteilersystem und die Integration in das Gesamtsystem vorgesehen. Der Projektbericht beschreibt diesen Schritt als anstehende Leistung; ein abgeschlossener Anschluss oder eine Inbetriebnahme ist darin nicht dokumentiert.
Projektdaten im Überblick
- Objekt · Dokumentierte Angabe: Ferienhaus
- Standort · Dokumentierte Angabe: Bartholomäberg im Montafon, Vorarlberg, Österreich
- Seehöhe · Dokumentierte Angabe: ungefähr 734 Meter
- Erste Grobplanung · Dokumentierte Angabe: 6 Sonden à 53 Meter
- Ausgeführtes Sondensystem · Dokumentierte Angabe: Separatus-Erdwärmesonden
- Anzahl und Tiefe · Dokumentierte Angabe: 6 Sonden à 60 Meter
- Gesamtsondenlänge · Dokumentierte Angabe: 360 Meter
- Verrohrungsdurchmesser · Dokumentierte Angabe: 160 Millimeter
- Bohrdurchmesser beim Imlochhammerverfahren · Dokumentierte Angabe: 132 Millimeter
- Geologische Besonderheit · Dokumentierte Angabe: Grundwasserstockwerk
- Hinterfüllung · Dokumentierte Angabe: Fischer GeoSolid
Die Referenz zeigt, wie Simulation, Bohrtechnik und hydraulischer Anschluss innerhalb des Separatus-Partnernetzwerks aufeinander abgestimmt werden. Für ein Erdwärmeprojekt in Vorarlberg unterstützt das Netzwerk von der Simulation über die Bohrung bis zum hydraulischen Anschluss.
Weitere Bilder und Videos
Technische Daten
- Sonden
- 6 × 60 m
- Gesamtsondenlänge
- 360 m
- Erste Grobplanung
- 6 × 53 m
- Verrohrungsdurchmesser
- 160 mm
- Bohrdurchmesser Imlochhammer
- 132 mm
- Geologische Besonderheit
- Grundwasserstockwerk
- Hinterfüllung
- Fischer GeoSolid
Beteiligte Partner: Plankel Bohrungen, Geser Erdwärme GmbH











